Kirche Hornberg

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Die Hornberger Kirche wird bereits am 25. November 1368 in einer Urkunde des Klosters Reuthin als Kapelle „Unserer Lieben Frau“ erwähnt. Sie war wohl eine Stiftung der ortsansässigen Herren von Hornberg als deren Eigenkirche.
Die recht kleine Kirche trägt einen verschindelten Dachreiter. Bemerkenswert sind die zwei gotischen Spitzbogenfenster mit Maßwerk in der Südwand. Ansonsten wird ihr äußeres Erscheinungsbild durch ihre Eckquaderung betont.
Im Jahr 1973 wurde die Hornberger Kirche nach zweijähriger Bauzeit und Renovierung wiedereingeweiht. An das frühere Aussehen im Innern erinnert nur noch wenig. Im Eingangsbereich wurde ein Saal mit Sakristei und Empore angebaut. Seitlich wurden Kunstglasfenster eingesetzt und das Ostfenster wurde von Wolf-Dieter Kohler aus Stuttgart gestaltet. Es stellt die Verklärung Christi dar, der seine Hände segnend ausbreitet. Im Bild oben sind Mose und Elia zu sehen, die Jesus auf seine Passion vorbereiten. Unten im Bild stehen Johannes, Jakobus und Petrus, die ihren Herrn auf den Berg der Verklärung begleiten. Farblich ist das Bild in drei Teile aufgeteilt: grün als Symbol für die Erde, rot, die Farbe der Kirche und blau als Sinnbild für den Himmel.
An der Ostwand wurde das Bruchsandsteinmauerwerk freigelegt und neu befestigt. Als 1950 eine neue Glocke angeschafft wurde, musste der Turm neu aufgebaut werden.

Die Ausführungen sind zum Teil entnommen aus dem Buch
„Zwerenberg – 150 Jahre Kirche * 500 Jahre Kirchspiel“,
einer beachtenswerten kirchengeschichtlichen Heimatkunde für die Region Oberes Nagoldtal und Oberer Wald. Dort ist über die Geschichte der Hornberger Kirche und das Kirchspiel Zwerenberg mehr zu lesen.
Die kirchengeschichtlichen Teile wurden von Dr. Karl Kempf aus Nagold, verfasst.

Die Hornberger Glocken

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Im Dachreiter der Hornberger Kirche schwingen zwei Glocken.
Die kleine Hornberger Glocke steht unter Denkmalschutz und wurde im 14. Jahrhundert von einem unbekannten Meister in sehr schwerer Rippe gegossen. Sie ist auf den Ton „h“ gestimmt.
Ihre Schulterinschrift lautet: „ ∙∙ O REX GLORIE XPE VENI CVM PACE“ ● (O KÖNIG DER EHREN, CHRISTUS, KOMME MIT FRIEDEN).
Die große Glocke stammt aus dem Jahr 1950 und wurde auf den Ton „d“ gestimmt. Sie trägt die Inschrift: „Ich habe Dich bei Deinem Namen gerufen, Du bist mein.“ „Ihren Gefallenen und Vermißten Soehnen zum Gedenken gestiftet von der Gemeinde Hornberg.“