Das Evangelische Gemeindehaus Zwerenberg

Gemeindehaus Zwerenberg

von links: das ursprüngliche Gemeindehaus vor der Sanierung 2004-2006, der Neubau aus dem Jahr 1994/95 und die Zwerenberger Kirche Bild: G. Klink

Das evangelische Gemeindehaus in Zwerenberg, mit seinem Standort neben der Kirche, ist auch in übertragenem Sinne ein nicht mehr wegzudenkender Treffpunkt für das gesamte Kirchspiel Zwerenberg geworden.

Täglich treffen sich, wie der Belegungsplan zeigt, Gruppen und Kreise auch für das ganze Kirchspiel. Allein die Aufzählung der Gruppen – und es sind noch nicht mal alle, die im Kirchspiel existieren – zeigt, wie breitgefächert das kirchliche Leben hier oben im sogenannten „Hinteren Wald“ ist.
Das Gemeindehaus mit seinen drei Räumen ist Versammlungsort für die Kinderkirche, den Kirchengemeinderat, Konfirmandenunterricht, Posaunenchor, Kirchenchor, Mädchenjungschar, Bubenjungschar, Jugendkreis „BASE“, Kreis für junge Erwachsene „Point“, kleinere hauskreisähnliche Gruppen, Altpietistische Gemeinschaftsstunde und Gymnastikgruppen.
Daneben finden immer wieder Einzelveranstaltungen, Vorträge und Bibelwochen statt.
Auch Gruppen aus der bürgerlichen Gemeinde bieten gelegentlich Veranstaltungen in diesem Haus an.
So hat sich das evangelische Gemeindehaus im Laufe der Jahrzehnte zu einem nicht mehr wegzudenkenden Bindeglied für das Kirchspiel Zwerenberg entwickelt.

Bis zur Schulreform in den Siebzigerjahren diente der Altbau am evangelischen Gemeindehaus als Zwerenberger Schulhaus. Der Schulsaal im ersten Stock wurde schon in früheren Zeiten immer wieder zu besonderen Anlässen der Kirchengemeinde überlassen, z. B. bei Altennachmittagen und Bazaren.
Nachdem in Neuweiler im Jahr 1972 das neue Schulgebäude bezugsfertig war und somit das Zwerenberger Schulgebäude leer wurde, bemühte sich Pfarrer Maurer und der damalige zweite Vorsitzende, Hansjörg Seeger, darum, das Schulhaus als kirchliches Gebäude benützen zu dürfen. Dazu konnte vorläufig der erste Stock angemietet werden. Nach Sanierungsmaßnahmen und dem Einbau einer Küche konnte im Januar 1974 der Gemeindesaal eingeweiht werden. Im Erdgeschoss fand ein Kindergarten für die Gemeinden Zwerenberg und Gaugenwald seinen Platz.

Der abgeschlossene Pachtvertrag war gültig bis 1999. Jedoch schon sechs Jahre nach Pachtabschluss waren seitens der bürgerlichen Gemeinde Überlegungen im Gange, das Rathaus oder das ehemalige Schulhaus zu veräußern.
Besonders Altbürgermeister Hansjörg Seeger machte sich bei der bürgerlichen Gemeinde stark für den Verkauf des Schulhauses und als 2. Vorsitzender des Gesamtkirchengemeinderates für den Erwerb des Gemeindehauses durch die Kirchengemeinde. Nach einer langen Phase der Verhandlungen, die Pfarrer Sältzer mit viel Geschick und Diplomatie geführt hat, konnte 1981 ein guter Kaufvertrag unterzeichnet werden.

Ab dem Jahr 1989 befasste sich der Kirchengemeinderat unter der Leitung von Pfarrer Sayer mit einer Erweiterung des evangelischen Gemeindehauses. Beanstandungen des Kreisbrandmeisters und des Wirtschaftskontrolldienstes und die bei vielen Veranstaltungen empfundene Raumnot haben dazu geführt, an das bestehende Gebäude einen einstöckigen Anbau mit großem Saal, Flur, Küche, Toiletten und Abstellraum hinzuzufügen. Im Frühjahr 1995 konnte der Anbau feierlich der Gemeinde übergeben werden.

Links der in den Jahren 2014-2016 sanierte Altbau - rechts der im Jahr 1995 eingeweihte Anbau am Gemeindehaus Zwerenberg. Foto: M. Bauschert

Der im Jahr 1995 eingeweihte Anbau am bestehenden Gemeindehaus. Foto: M. Bauschert

Gemeindehaus Zwerenberg von Westen